Geschenkkarten werden in vielen Unternehmen primär als Zahlungs- oder Vertriebsinstrument betrachtet. Das Whitepaper „Branded Money – Die Prepaid-Geschenkkarte: Der unterschätzte Hebel für Markenkraft, Umsatz und Ertrag“ legt nahe, dass diese Einordnung zu kurz greift – und belegt das mit zwei Effekten, die für Markenverantwortliche besonders relevant sind.
Keyfact 1: +71,4 % Markenerleben
Die Studie weist für Käufer:innen und Empfänger:innen von Prepaid-Geschenkkarten ein um +71,4 % höheres Markenerlebensvolumen aus.
Interpretation: Der Kontaktpunkt „Geschenkkarte“ wirkt nicht nur in einem Moment, sondern entlang einer Interaktionskette (Auswahl, Schenken, Einlösen) – und erhöht dadurch die Intensität des Markenerlebens.
Keyfact 2: +58,4 % bessere Bewertung weiterer Touchpoints
Zusätzlich zeigt das Whitepaper: Die qualitative Bewertung anderer Markenkontakte steigt im Durchschnitt um +58,4 %, nachdem Menschen mit einer Prepaid-Geschenkkarte in Kontakt waren.
Das ist ein wichtiger Hinweis auf einen Halo-/Irradiation-Effekt: Ein starker Touchpoint kann die Wahrnehmung des gesamten Markensystems verbessern – und wirkt damit über sich selbst hinaus.
Einordnung für die Praxis
Wer Geschenkkarten ausschließlich als „Zahlungsmittel“ führt, könnte damit einen Touchpoint unterschätzen, der Markenwahrnehmung und nachgelagerte Kontaktpunkte messbar beeinflusst. Die beiden Kennzahlen sind daher weniger als Kampagnenargument zu lesen, sondern als strategische Managementfrage: Welche Touchpoints werden im Unternehmen als „Hebel“ geführt – und welche laufen operativ mit?
Studienangaben
- Titel: „Branded Money – Die Prepaid-Geschenkkarte: Der unterschätzte Hebel für Markenkraft, Umsatz und Ertrag“
- Autoren: Olaf G. Hartmann & Uwe Munzinger (multisense Institut)
- Jahr: 2025
- Im Auftrag von: epay – transact Elektronische Zahlungssysteme GmbH & SINC NOVATION GmbH
- Vollständiges Whitepaper zum Download unter: https://www.stores-shops.de/whitepaper/bm-study-de/
